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Baujahr 1894 vorher lt. Grundbuch: Buchenhochwald, Wenberg, Hutung. Eröffnung 1895 offenbar gleichzeitig mit der Standseilbahn (25.09.1895) Aussichtsgaststätte mit etwa 150 bis 200 Sitzplätzen im Gebäude und einigen Fremdenzimmern. Erbaut nach Plänen von Architekt Reuter durch die Fa. Friebel & Großmann, die auch in den ersten Jahren die Bewirtschaftung der Gaststätte durchführten. Das Grundstück Luisenhof liegt auf Loschwitzer Flur. Loschwitz, Blasewitz und Weißer Hirsch waren bis 1922 selbständige Gemeinden. 19.11.1898 Käufliche Übernahme und Bewirtschaftung durch Traiteur Friedrich August Reck (bis 1920 Inhaber). bis 1914 Im Lindengarten Überdachung der vorderen und seitlichen Tischreihe und auf der Ostseite Anbau eines großen Musikpavillons. Dadurch starke Minderung der Aussicht im Lokal. 01.10.1920 Kauft Herr Carl Albin Voigt das Hotel Luisenhof und übernimmt mit seiner Familie die Bewirtschaftung. Der Name Luisenhof geht auf die ehemalige sächsische Kronprinzessin Luise von Toskana zurück, die um die Jahrhundertwende in Dresden lebte und damals bis zu ihrem Weggang von Dresden sehr beliebt gewesen sein muss. Belegschaft bei Übernahme ca. 6 Personen, darunter 2 Kellner! 1920 - 1925 Einbau einer wirksamen Zentralheizungsanlage, da vorher viele Räume nicht heizbar waren. Einbau einer Glaszwischendecke in der "Alten Veranda" (heute Teil des Konditoreiraumes), Vergrößerung der Damentoiletten neben der Eingangshalle, Verglasung des Lindengartens an der Elbseite. In den ersten Jahrzehnten war der Luisenhof eine ausgesprochene Schönwettergaststätte; unser Bestreben ging dahin, den Gästen auch bei ungünstigem Wetter und im Winter den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und durch die Qualität der Speisen und Getränke neue und vor allem Stammgäste zu gewinnen. 1925 Erste Küchenerweiterung, Anbau eines Büroraumes neben der Küche, Vergrößerung des Wirtschaftshofes durch eine Stützmauer, darunter Kohlenbunker, Aufgabe der Fremdenzimmer, da zu klein und zu einfache Ausstattung. 01.04.1927 Eintritt von Herrn Hansotto Voigt, dem Sohn des Inhabers, als Geschäftsführers in den Betrieb. 06.04.1928 Eröffnung der großzügig erweiterten Gasträume, wodurch jetzt 600 - 700 Personen in den geschlossenen Räumen untergebracht werden konnten. Es handelt sich um den Musiksaal, die Weinabteilung, den sogenannten Söller (Bar) und den Dachgarten, auf dem im Freien gut 250 Sitzplätze unterzubringen waren. Außerdem waren noch die Personalumkleideräume unter dem "Söller" mit entstanden. Allerdings musste der ehemalige Musikpavillon im Lindengarten dem Umbau weichen. Durch diesen Umbau rückte der Luisenhof in die Reihe der international bekannten Gaststätten ein. Der Umsatz verdoppelte sich und die Stadtrundfahrten nahmen den Luisenhof in ihr Besichtigungsprogramm auf. 01.04.1928 Tod von Albin Voigt; das Unternehmen wird von der Witwe des verstorbenen Inhabers, Hedwig Voigt, dem Sohn und nach 1929 auch von dessen Ehefrau Charlotte geleitet. 1930 Zweiter großer Umbau; Erweiterung der Küchen- und Wirtschaftsräume mit 1. elektrischer Großkücheneinrichtung in Dresden; Einbau von Kühlräumen für Bier, Wein und Lebensmittel. Speisenaufzug zum Dachgarten; Anbau der "Gloria" an die "Alte Veranda". Erweiterung der Heizungsanlage und Verlegen der Kessel in den ehemaligen Roheiskeller. Anbau einer zweigeschossigen unterirdischen Großgarage mit Autoaufzug, zunächst gedacht als Parkplatzerweiterung; Einrichtung einer Tankstelle mit 2 Zapfsäulen. Über der oberen Garagendecke entstand die Tanzterrasse, auf der jeden Montag und Donnerstag bei schönem Wetter Tanztee und Tanzabende abgehalten wurden. 1935 Aufbau von Glaswänden auf dem Dachgarten als Wind- und Wetterschutz auf dem Mittelpodest. Mittelteil überdacht zunächst mit einrollbarer Markise mit Scherenarmen, später wurde die Markise durch ein Glasdach ersetzt. 1940 Plattenbelag auf dem gesamten Dachgarten aufgebracht. 08.05.1945 Gaststätte geschlossen: Wiedereröffnung bereits am 01.06.1945. In den ersten Monaten nach Wiedereröffnung wurden täglich mittags etwa 1000 einfache Gerichte an die Bevölkerung ausgegeben. 1946 Treuhänderische Übernahme des Betriebes durch die Sächsische Hotel- und Gaststätten GmbH. 1948 Aufhebung der Sequestrierung und Verpachtung des Betriebes an die gleiche Gesellschaft. 01.01.1949 Die neugegründete Handels-Organisation (HO) tritt in den bisherigen Mietvertrag ein. Vergrößerung der Tanzterrasse zu Lasten des Wirtschaftshofes, der früher als Parkplatz für die Gäste mit genutzt wurde. bis 1952 Benutzung der oberen Halle der Großgarage durch die SMA. 28.09.1956 Brandschaden in den Gast- und Wirtschaftsräumen durch glimmende Tabakreste. Verheerende Folgen: Tod von Helga Voigt, Betrieb schließt bis April 1957. 1957 Großzügiger Ausbau durch den Vermieter zur Behebung der Brandschäden: 1. Eingangsräume: Aus zwei kleineren Zimmern und der "Alten Veranda" entsteht durch Herausrücken der Gartenfront und Heben der Decke des Konditoreiraum. 2. Die Eingangshalle wird umgestaltet, nach der Straße zu verlängert und die Eingangstreppe überdacht. 3. Zwischenbau zwischen Pergola Lindengarten und Treppenhaus Bar. 4. Wertvoller Innenausbau und Ausstattung der Gasträume. 1962 Erneuerung der Terrassendecke Tanzterrasse (Gartenmann-Belag) und Sanierung der darunter befindlichen Räume der ehemaligen Großgarage. Aufteilung der oberen Garagenhalle in eine Anzahl größerer Räume (Weinkeller, Lagerkeller, Kühlzellenräume und Vorbereitungsküche) und den Kohlenbunker durch den Vermieter. 1964 An- und Einbau eines Kleinlastenaufzuges von den Lagerräumen in der ehemaligen Garagenhalle zum Dachgarten durch die Mieterin. 1968 Ausbau der unteren Gasträume (Söller) zu einer Tanzbar. 31.12.1975 Grundstück und Gebäude erwirbt die HOG Dresden. Anmerkung: Die Großgarage hat ihren Zweck als Parkplatzerweiterung für die Gäste nie richtig erfüllen können, weil die Lage des Autoaufzuges zur Mittelachse der Halle ungünstig war und Rangierbewegungen erforderte. Die heute schärferen feuerpolizeilichen Vorschriften für Großgaragen fordern 2 Aufzüge oder 1 Aufzug und 1 Rampe, die aber nicht unterzubringen sind. 1990 Rückübertragung des Besitzes an Hans-Otto Voigt durch die Treuhandanstalt 1994 Schließung des Betriebes durch den damaligen, kurzzeitigen Besitzer 1997 Totalsanierung und Umbau, Errichtung von 15 Eigentumswohnungen August 1999 Wiedereröffnung des Luisenhofes als beliebtes Ausflugslokal und Café-Restaurant 9. Mai 2002 Betreiberwechsel, Familie Schumann übernimmt das Steuer 23. Mai 2005 Erscheinung des Buches "110 Jahre Restaurantgeschichte auf dem Balkon von Dresden" 26. September 2005 110-Jähriges Bestehen - Der Luisenhof feiert Geburtstag 5. März 2006 Ehrung als Topausbildungsbetrieb Deutschlands für Köche 26. Januar 2008 Auszeichnung als kinderfreundlichstes Restaurant in Dresden |
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